Der Wassermann ist das Zeichen, das alte
Werte stürzt, um sie durch neue zu ersetzen, das Klassenunterschiede
abträgt, um eine Gleichstellung zwischen Herr und Sklave, Mann und
Frau, Schwarz und Weiß herbeizuführen. Es geht ihm um die
Verwirklichung von Utopia, um die Freiheit des einzelnen und um das
aufbrechen verkrusteter Strukturen. Am mittelalterlichen Hof zeigte
sich diese Prinzip in der Rolle des Hofnarren, der als einziger die
Narrenfreiheit besaß, die Wahrheit zu sagen. Seit der französischen
Revolution, die kurz nach Entdeckung des Planeten Uranus (dem
Herrscher dieses Zeichens) erfolgte, sind seine Prinzipien
"Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" in aller Munde. Der
Wassermann besitzt ein ausgezeichnetes Abstraktionsvermögen, neigt
dazu, die Dinge von oben zu betrachten, ist sehr einfallsreich und
erfinderisch.
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Handeln |
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Seine Stärke ist das
Streben nach Unabhängigkeit, denn er will sich von allen Begrenzungen
und Hemmungen befreien. Er handelt stets in dem Wunsch, sich von der
Masse abzuheben und seine eigenen Besonderheit hervorzuheben. Nach
reiflicher Überlegung arbeitet er sorgfältig, klug und mit Ausdauer.
Problematisch wird es, wenn er zu sehr abhebt, wenn Ich-Schwäche und
unbewältigte Minderwertigkeitskomplexe zu gefährlicher
Selbstüberschätzung führen. Unberechenbar und leicht verrückt fallen
ihm Konsequenz, Einordnung oder gar Unterordnung extrem schwer.
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Denken |
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Er hat den Überblick. Aus der
"Vogelperspektive" vermag er ein klares, objektives Bild zu
gewinnen, Situationen richtig einzuschätzen, weitreichende
Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Ein rationaler, distanzierter Geist
mit oft genialen, originellen, witzigen, brillanten und skurrilen Ideen.
Möglicherweise neigt er jedoch auch zum Lehnstuhlphilosophendasein.
Losgelöst von aller "Erdenschwere" versteigt er sich in
geistige Ideengebäude. Hat zwar die ganze Welt im Kopf, aber keinerlei
Drang, seine Ideen auch in die Tat umzusetzen oder auch nur auf ihre
Machbarkeit zu überprüfen.
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Fühlen |
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Er ist der Kamerad...
liebenswürdig-unverbindlich, lebendig, mitfühlend und fair. Eigene
Gefühle zu erspüren oder zu zeigen ist für ihn kompliziert und sie
werden gerne hinter einer freundlich-kühlen Zurückhaltung verborgen.
Aus Liebe zur Abwechslung und weil er sich oft selbst genug ist scheut
er feste Bindungen. Seine anarchistischen Tendenzen, die Antihaltung um
jeden Preis, seine Angst vor tiefen Gefühlen, in denen er sich
verlieren könnte, lassen ihn leicht unpersönlich, distanziert,
kontrolliert und eiskalt erscheinen. Er fühlt sich dann selbst als der
ganz Besondere und ewig Unverstandene mit Anspruch auf alle Sonderrechte
und nimmt sich damit doch nur in die eigene Isolationshaft.
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