Gedanken aus dem Halbschlaf
Mail an meinen Herrn

Der Wecker läutet, holt mich ein kleines Stück aus meinen Träumen... liege da wie ein Embryo, ganz zusammengerollt.

Irgendwo hier in dieser Zwischenwelt... drehe mich auf den Rücken, spreize die Beine weit auseinander und strecke die Arme über meinem Kopf aus. "Hier, mein Meister, hier ist deine Sklavin... bereit zu empfangen... bereit dir zu geben, was immer du von ihr willst. Unsichtbare Ketten binden meine Hände und meine Füße ans Bett, halten meine Hände, die sich wünschen zwischen meine Schenkel zu greifen und meine Geilheit zu befriedigen. Wie kannst du nur so weit weg sein und mich trotzdem so binden? Ein zarter Hauch fährt über meinen Körper... deine Hände? Du hast den Wind geschickt mich zu quälen. Die Folter der zarten Berührung.... genießen... entgegenstrecken... erlöse mich! So sehr ich mich auch winde, nach dem Hauch recke... mich versuche gegen ihn zu drücken... es bleibt der gleiche zart-kühle Hauch, der mich umspielt, der meine Nippel steil aufragen lässt und meine Schamlippen anschwellen lässt... der mich immer geiler werden lässt und der mir bewusst macht, dass du mich vollkommen in deiner Hand hast... nur du... nur du bestimmst, ob ich für immer in dieser unerträglich schönen Erwartung verharren muss oder ob und wann es dir gefällt mich daraus zu erlösen...
Wie leicht wäre es... es sind doch nur imaginäre Ketten... wieso halten sie mich, als wenn sie aus zentimeterdickem Stahl wären? Ich könnte doch einfach... du wüsstest doch gar nicht... ich winde mich... nur ein kurze Bewegung... nur ein kurzes reiben meiner Klit... ich bin so geil, es würde nur Sekunden dauern um mir Befriedigung zu verschaffen. Der Drache brüllt... lockt mich... komm... komm... komm...
Die Ketten halten... die Ketten... ich habe sie dir selber in die Hand gelegt... ich habe sie dir gegeben... binde mich damit... nimm mir die Freiheit... nimm mich zu deinem Eigentum... mach mich zum Spielzeug deiner Lust... lass mich in dieser quälenden Erwartung liegen... oder schick mich mit dem Drachen zum Gipfel... quäle mich, bis ich darum wimmere, dass der Drache wieder landen kann... quäle mich mit dem Hunger nach orgiastischen Höhen... quäle mich mit Orgasmen, die nicht enden wollen, die mich nur noch zu einem zuckenden Stück Lustfleisch machen...
Streichle mich... schlage mich... peitsche mich bis mir die Tränen in den Augen stehen... Tränen des Schmerzes und des Glückes... verziere meinen Körper mit Klammern... Wachs... was immer dir Freude bereitet... fülle meine Löcher womit du Lust hast... achte nicht auf mein Schreien... sie gehören dir... oder lass mich einfach zu deinen Füßen knien... beachte mich gar nicht... vielleicht die größte Qual... auch sie will ich in Demut ertragen... lehre mich deine gehorsame Sklavin zu sein...

Der Wecker läutet ein zweites Mal... holt mich in die Wirklichkeit... der Tag wartet... so entsetzlich weit weg von dir... und doch jede Minute in selig-quälendem Glück... du hast mich zu deiner Sklavin gemacht... die Ketten halten...

in unendlicher, demütiger Liebe
deins....