Liebe ist das einzige, das wächst,
wenn wir es verschwenden.

Ricarda Huch

 

 

 

Die Scheren des Krebses sind zwei gegenläufige Spiralen als Symbol der aufsteigenden und absteigenden Sonnenbahn. Zur Sommersonnenwende erreicht die Sonne den Wendekreis des Krebses und beginnt "rückwärts" zu ziehen.

 

 

Der Romantiker

 

Der Krebs ist der Romantiker im Tierkreis. Er hat einen tiefen Zugang zu den Bildern der Seele, die er in Träumen erlebt und in immer neuen Formen zum Ausdruck bringt. Gegen die ihm eigene Furchtsamkeit schützt er sich, indem er Menschen als Schutzschild um sich schart, die er durch seine Hilfe und Fürsorge an sich bindet. So fühlt er sich zu allen Schwächeren hingezogen und bietet ihnen freiwillig und engagiert seine Hilfe an. Die Domäne des Krebses ist die Familie, die ihm echte Geborgenheit gibt. Wäre nicht sein enormer Ehrgeiz, würde er diesen geschützten Bereich nicht verlassen. Die stete Verbundenheit mit Heimat, Familie und Kindheit, seine großen Sehnsüchte und die Fähigkeit zu tiefen Gefühlen lassen aus diesem Zeichen die wahrhaft Liebenden hervorgehen.

 

 

Handeln

Seine Stärke ist die Hilfsbereitschaft. Instinktsicher handelt er mit Gefühl und Ehrgeiz aus unbewussten Impulsen heraus und entwickelt dabei eine große Zähigkeit. Er geht selten geradeaus sondern erreicht seine Ziele meist indirekt und ist dabei sozial, mütterlich und jederzeit bereit anderen zu helfen und sie zu beschützen. Problematisch ist es, wenn sein scheinbar selbstloses Tun aus der Angst herrührt sonst verlassen zu werden. Schüchtern und furchtsam ist er kaum bereit Dinge zu verändern, fürchtet jede Auseinandersetzung, flüchtet sich in eine Traumwelt, aber auch in Depressionen oder in übertriebenen Ehrgeiz. Neigt dabei auch zu Regression in kindliches Verhalten

 

 

Denken

Sein bildhaftes, phantasiereiches, vom Unbewussten stark beeinflusstes Denken machen ihn zum Träumer. Er hat eine große Fähigkeit, Wünsche und Gedanken anderer zu erspüren und darauf zu reagieren wobei er tiefes Verständnis für die Belange der Seele entwickelt. Problematisch, wenn er sich allzu weit von jeder Logik und Objektivität entfernt und sich vollkommen im Wunschdenken verhaftet ist. Dann hält er auch an absurden Vorstellungen fest, nur weil sie sich angenehmer anfühlen als die harte Wirklichkeit. Aus einem engen Blickwinkel, der auch für andere Maßstab sein soll mangelt es ihm an Eigenständigkeit.

 

 

Fühlen

Er ist zu tiefsten Gefühlen fähig und dabei sensibel, beeindruckbar und hingabefähig. Seine emotionale Verbundenheit zu Heimat und Familie sind für ihn so lebensnotwendig wie die Bestätigung durch andere. In Beziehungen ist er schwärmerisch, naiv, vertrauend und anhänglich und hat einen hohen Geborgenheitsanspruch. Problematisch wird es, wenn er dabei zu besitzergreifend wird. Er klammert sich an die geliebte Person, erstickt sie mit Fürsorglichkeit und missbraucht sie als Stütze. Er neigt zum Gefühlegoismus, arbeitet mit "Schuldgefühlspolitik" und "Tränen als Mittel zum Zweck". Für den Partner wird das bald zur Tyrannei der Schwäche.

 

 

 

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