Gott gebe mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann;
den Mut, Dinge zu ändern,
die ich ändern kann;
und die Weisheit,
das eine vom anderen
zu unterscheiden.

Chr.F. Oetinger

 

 

Der Pfeil, der in den Himmel zielt, symbolisiert das Streben nach Höherem. Die Darstellung als  Kentaur erinnert daran, dass der Schütze auch eine Triebnatur hat, die er bei allem edlen Streben nicht vergessen darf.

 

 

Der Weltoffene

 

 

Im Zeichen Schütze geht es um die Erweiterung der Horizonte im Inneren wie im Äußeren. Das zeigt sich sowohl in der ausgeprägten Reiselust, die den Schützen zur Begegnung mit fremden Kulturen führt, und auch im Bestreben, dank dieser Reisen und durch stete Weiterbildung die inneren Horizonte zu erweitern. Allem voran drängt den Schützen die Suche nach dem Sinn. Er ist im Inneren ein tief religiöser Mensch, der sicher weiß, dass sich in allem Erschaffenen ein höherer Sinn verbirgt. Ihn zu finden und ihn zu verkünden, ist das Anliegen dieses Zeichens. Da im Schützen auch das Gerechtigkeitsgefühl stark ausgeprägt ist, finden sich hier Menschen, deren Streben nach Gerechtigkeit von wahrhaft hohen Werten geleitet wird, aber auch solche, die zu schlimmen Vorurteilen und den peinlichen Entgleisungen selbstgerechter, pfaffenhafter Selbstgefälligkeit neigen.

 

 

Handeln

Er besitzt eine große Leistungs- und Bewegungsfreude, verbunden mit der Gabe, sich selbst zu inspirieren und zu motivieren. Er drängt aus engem Umfeld heraus und ist dabei würde voll, souverän und weltoffen. Handelt aus edlen Überzeugungen, geleitet von Achtung, Liebe und Ehrfurcht vor der Schöpfung. Unangenehm kann seine Arroganz werden, wenn er als großspuriger Blender und Aufschneider versucht mehr zu scheinen als zu sein. Unfähig sich selbst Grenzen zu setzen entwickelt er keinerlei Bescheidenheit und Demut. Ängstlich auf Äußerlichkeiten bedacht kann er keine Schwäche zeigen.

 

 

Denken

Mit seinem liberalen Geist strebt er nach hoher Bildung und weiten Horizonten, wobei seine inneren Überzeugungen und sein Weltbild die Denkweise subjektiv färben. Er tendiert zu großartigen Plänen und weitgespannten Zielen. Dabei neigt er jedoch auch zu moralischer Überheblichkeit, fanatischen Überzeugungen und Rechthaberei. Er hält sich selbst für unfehlbar und ist dabei scheinheilig und heuchlerisch. Er neigt zum lügen und ist überaus kritikempfindlich. Seine blasierte Geschwätzigkeit macht ihn zum "Schmalspurphilosophen".

 

 

Fühlen

Er ist von hohen bis heiligen Gefühlen durchströmt und beflügelt und entwickelt eine große Begeisterungsfähigkeit. Er möchte auf keinen Fall enttäuschen, aber sein Freiheitsbedürfnis verlangt auch in der Partnerschaft nach Bewegungsfreiheit. Er liebt es jedoch mit dem Partner gemeinsam große Ziele und Ideale zu verwirklichen. Aus Angst vor Blamage setzt er sich jedoch häufig eine Maske auf. Denn er fürchtet bloßgestellt zu werden als ein einfach nur normaler Mensch mit allen Fehlern und Schwächen.

 

 

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